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Aktuell


Vernetzung
Do. 26. Februar 2026, 18 Uhr
Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz

Erster Netzwerkapéro für Historikerinnen aus der Ostschweiz


Kennenlernen. Austauschen. Weiterspinnen.

Am 26. Februar 2026 hosten wir im Archiv den ersten Netzwerkapéro für Historikerinnen* und historisch engagierte Frauen in der Ostschweiz!
Diese Apéros sind informelle offline-Treffen von Mitgliedern des Historikerinnen*netzwerks. Sie dienen dem ungezwungenen Kennenlernen und Austausch von Historikerinnen* aus der gleichen Stadt/Region und stehen natürlich auch interessierten Noch-nicht-Mitgliedern offen. Das Historikerinnen*netzwerk Schweiz ist ein Verein zur Förderung von Frauen und genderqueeren Personen in den Geschichtswissenschaften. Seit 2019 vernetzt es Historikerinnen* in der Schweiz, die in unterschiedlichen Berufsfeldern arbeiten.

Wir freuen uns über eine Anmeldung bis 08.02.2026 an mitarbeiterin[at]frauenarchivostschweiz.ch 


Theater
Mi. 4. März 2026, 20 Uhr
Kellerbühne St. Gallen

Aktion für Archivmitglieder: vergünstigter Eintritt für das Stück Heartship in der Kellerbühne


Die Kellerbühne St.Gallen bringt im März mit «Heartship» von Caren Jess ein brandaktuelles feministisches Theaterstück zur Aufführung. Es erzählt in mitreissenden Szenen von den Wechselfällen des weiblichen Lebens im kapitalistischen Patriarchat und entwirft Perspektiven für eine gerechtere Gesellschaft. Die Mitglieder des Archivs für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz sind eingeladen, die Premiere oder eine der sieben Folgeaufführungen mit einer Eintrittsermässigung zu besuchen. Mehr Informationen zum Stück

Archivmitglieder erhalten 15 Franken Ermässigung auf den Besuch der Premiere am Mi 4. März 2026 (Preis CHF 23 p.P. statt CHF 38) und 5 Franken Ermässigung auf den Besuch aller weiteren Vorstellungen (Preis CHF 33 p.P. statt CHF 38). Der Gutschein kann an der Abendkasse eingelöst werden.

BITTE UM KURZE EMAIL FÜR DIE ZUSTELLUNG DES GUTSCHEINS

Termine: Premiere Mi 4. | Fr 6.| Sa 7.*| Mi 18.| Do 19.| Fr 20.| Sa 21.| So 22. März 2026
*mit Publikumsgespräch in Zusammenarbeit mit der Frauenzentrale St.Gallen im Anschluss an die Vorstellung vom Samstag, 7. März 2026, dem Vorabend des Internationalen Frauentags


Frauenstadtrundgang
Sa. 2. Mai 2026, 14 Uhr

«Wiboradas Schwestern»


«Wiboradas Schwestern» waren Frauen, die im Kanton oder in der Stadt St. Gallen lebten, sich politisch äusserten, für Frauenbildung eintraten oder die 1953 zum 150-Jahr-Jubiläum des Kantons St. Gallen eine ganze Ausstellung zu Frauenarbeit auf die Beine stellten. Die Juristin Susanne Steiner-Rost, die Grafikerin Lucie Scherrer, die Lehrerin Elsa Nüesch, die Richterin Margrith Bigler-Eggenberger, die Textilkünstlerin Verena Lehmann und die Frauen, die im St. Galler Schuhhaus täglich ein- und ausgingen waren starke, visionäre, beharrliche, kreative, belesene und einflussnehmende Frauen – genau wie Wiborada.

Am 2. Mai ist Premiere des neuen Frauenstadtrundgangs im Rahmen des Wiborada Jubiläumsfestes. Teil 1 beginnt um 14:30 und Teil 2 um 16 Uhr. Die gekürzten Rundgänge an der Premiere am 2. Mai sind gratis.

Weitere Termine und alle Informationen finden Sie hier


Diskussion und Vortrag
Palace St. Gallen

Jenseits der Ikone. Untangling Wiborada.


St. Gallen feiert am 2. Mai 2026 den 1100. Todestag der Inklusin Wiborada von St. Gallen. Der Verein «Wiborada Jubiläum» möchte diese inspirierende historische Figur, welche die Stadt St. Gallen vor der Zerstörung bewahrt hat, ins kollektive Bewusstsein einschreiben und ihre Bedeutung für die Gesellschaft sichtbar machen. 

Die Figur Wiborada möchten wir anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten aus feministischer und historisch-kritischer Perspektive beleuchten. Taugt sie als Heldin für feministisch informierte populäre Geschichtsformate? Was geht verloren, wenn wir den historischen Kontext dabei ausblenden oder zu stark vereinfachen? Und warum ist es noch immer ein bedeutsamer und widerständiger Akt, Frauenbiografien aufzubereiten und aus dem Vergessen zu holen? Diesen Fragen wollen wir uns von Archivseit mit einer Diskussionsreihe im St.Galler Kultur- und Konzertlokal Palace im Rahmen der «Erfreulichen Universität» widmen.

Zum Auftakt am 5. Mai werden Prof. Caroline Arni von der Universität Basel und Jasmine Lörchner vom Podcast «Herstory» im Gespräch mit Archivleiterin Judith Grosse die Wiederentdeckung der Wiborada und die vielen Projektionen, die damit verbunden sind, kritisch-historisch einordnen. Beide beschäftigen sich in verschiedenen Formaten ausführlich mit Frauenbiografien und gehen den Fragen nach: Wie können wir Frauenbiografien populär erzählen und ihnen dennoch aus historischer Perspektive gerecht werden? Warum ist biografisches Erzählen gerade für die Frauengeschichte so bedeutsam? Und wie erzählt man Geschichten differenziert, ohne die Protagonistinnen zu idealisieren oder zu Anti-Heldinnen zu machen?

Am 12. Mai ist die Kulturvermittlerin und Mediävistin Tanja Scherrer im Palace zu Gast. Sie ordnet die Figur Wiborada und den Lebensentwurf als Klosterfrau und Inklusin historisch ein. Dazu taucht sie tiefer in die Vielfalt von Frauenleben im Frühmittelalter ein – und zeigt zugleich die Schwierigkeiten bei der Überlieferung auf.

Tür: 19:00 // Beginn: 19:30

Eintritt: Fr 10.- (mit Kulturlegi gratis)


digitale Ausstellung

Oral History zur Zeitgeschichte der Ostschweiz


Unsere ehemalige Mitarbeiterin Christina Nanz hatte im Rahmen ihrer Masterarbeit ein umfassendes Vermittlungskonzept für unsere Oral History-Interviews zur Zeitgeschichte der Ostschweiz entwickelt, das nun hier auf unserer Website umgesetzt ist und erkundet werden kann. In vier Themenkapiteln können Sie sich vertieft über die Neue Frauenbewegung, Frauen in der Politik, die Migrationsgeschichte und die Neuen Sozialen Bewegungen informieren und ausgewählte Ausschnitte aus einigen der geführten Interviews anschauen. Diese stellen natürlich nur einen Bruchteil der eigentlichen Interviews dar. In voller Länge sind diese Interviews unter Einhaltung unserer Nutzungsbedingungen im Archiv einsehbar.

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns noch einmal bei allen Zeitzeug*innen, die sich am Projekt beteiligt haben und ihre persönlichen Geschichten mit uns geteilt haben!