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Papierbestände
Veranstaltungsreihe "Frauen erzählen aus ihrem Leben"

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Dossier
Interview mit Margrith Bigler-Eggenberger Teil 1
Signatur AFGO.086.001
Entstehungszeitraum 16.11.2004
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:04:01
- Zentrale Anliegen: Gleichstellung Mann/Frau; soziale Sicherung der Frauen; Rechtssprechung im Sinne von Frauen; staatsbürgerliche Bildung für Frauen
00:04:02 - 00:12:43
- Glückliche Kindheit und Jugend im Fabriklerdorf Uzwil; förderndes Elternhaus. Politische Einstellung der Eltern; Gründung sozialdemokratische Frauengruppe Uzwil. Referentinnen: Marie Huber-blumberg, Susanne Steiner-Rost, Margrit Hodel; Mitarbeit bei Pro Helvetia;
- Beeindruckt von Eugenie Meyer-Perlmann; positive Auswirkung der Einführung der AHV-Rente u.a.für die Grossmutter 1948; aufkommendes Interesse für soziale Sicherheit.
- Bedeutung der Handarbeit in Familie; erster Berufswunsch Arbeitslehrerin
00:12:44 - 00:21:30
- Matura dank väterlicher Unterstützung; 1 Jahr Schnuppern an der Uni Genf, Jeanne Hersch
- Studium in Zürich; Doktorat; Probleme bei Erlangen des Anwaltsexamens wegen Heirat und Verlust des Bürgerrechts; Anwaltsexamen im Kt. SG
- Hürden bei Einstieg in Anwaltsberuf; Umzug nach Rorschach; Wahl ins Versicherungsgericht St. Gallen
00:21:31 - 00:30:15
- Infragestellung von Verwaltungsentscheiden aufgrund von Hausbesuchen; Lehrauftrag an HSG zu Sozialversicherungsrecht
- Als Mitglied bei Bund Schweizerischer Frauenorganisationen 1969 Wahl in eidgenössische AHV- und IV-Kommission, VR bei SUVA
- Publikation zu Sozialversicherung hatte Einfluss auf 10. AHV-Revision
- 1964 in Arbeitsausschuss für EXPO Lausanne; Vorstandsmitglied bei FZ SG. Thema Fristenlösung; Gründung der Familienplanungsstelle
- 1971 Annahme des Frauenstimmrechts. Wahl zur Ersatzrichterin am Bundesgericht gegen viel Widerstand von bürgerlicher Seite.
00:30:16 - 00:42:00
- Erfolgreiche Beschwerde gegen geplantes Gesetz zur Regelung der Prostitution in Zürich.
- Anfrage für Amt als Bundesrichterin. Widerstände von St. Galler Jungpolitikern. 1974 Knappe Wahl.
- Abteilung Familienrecht, da Frau! Wider Erwarten sehr interessant.
- Wegweisender Entscheid zu Entschädigung für Witwer; monetäre Erfassung des Werts der Hausarbeit; Erreichen der Berücksichtigung der sozialen Sicherheit von Frauen bei Scheidung;
- Neu: Männer bei Zuteilung der Kinder in die Pflicht nehmen. Schwierige Entscheide.
- Fall von Familie, die Adoptionsentscheid anficht und vor Bundesgericht Recht erhält.
00:42:01 - 00:54:13
- Gerichtsschreiberinnen, doch keine weiteren Bundesrichterinnen.
- Von Ablehnung bis Freundschaft in Haltung der Bundesrichter zu MBE. Unterstützung durch frühere Kollegen. Schöne Freundschaft mit Bundesrichter Lemp. Sich wandelnde Einstellung von Journalisten.
- Hohe Akzeptanz bei SP-Frauen. Verfassen von Vernehmlassungen in juristischer Kommission der SPS-Frauen. Zusammenarbeit mit Marie Böhlen. Als SP-Frau in der St. Galler Frauenzentrale und bei derem breitem Angebot.
- Wertschätzung der jungen Feministinnen und deren theoretischem Hintergrund.
Zugangsbestimmungen Die Videoaufnahme kann digital im Archiv eingesehen werden.
Dossier
Interview mit Margrith Ermatinger-Leu
Signatur AFGO.086/002
Entstehungszeitraum 18.01.2005
Zugangsbestimmungen Die Videoaufnahme kann digital im Archiv eingesehen werden.
Dossier
Interview mit Alexa Lindner-Margadant
Signatur AFGO.086/003
Entstehungszeitraum 15.03.2005
Form und Inhalt inkl. Transkription
Zugangsbestimmungen Die Videoaufnahme kann digital im Archiv eingesehen werden.
Dossier
Interview mit Ira Stamm
Signatur AFGO.086/004
Entstehungszeitraum 15.02.2005
Zugangsbestimmungen Die Videoaufnahme kann digital im Archiv eingesehen werden.
Dossier
Interview mit Margrit Herzog-Hitz
Signatur AFGO.086/005
Entstehungszeitraum 19.01.2004
Zugangsbestimmungen Die Videoaufnahme kann digital im Archiv eingesehen werden.
Dossier
Flugblätter Veranstaltungsreihe
Signatur AFGO.086/006
Entstehungszeitraum 2004 - 2005
Dossier
Presseberichterstattung
Signatur AFGO.086/007
Entstehungszeitraum 2004 - 2005
Dossier
Konzept, Schlussbericht, Rechnung
Signatur AFGO.086/008
Entstehungszeitraum 2004 - 2005
Dossier
Fragen an die Interviewten
Signatur AFGO.086/009
Dossier
Korrespondenz
Signatur AFGO.086/010
Entstehungszeitraum 2004 - 2005
Serie
Interview mit Margrith Bigler-Eggenberger Teil 2
Signatur AFGO.086.002
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:05:22
- Wichtige Wendepunkte: Umzug mit Mann nach Rorschach; keine Perspektive in Bern
- Erste AHV-Rente 1948 für die Grossmutter und positive Auswirkungen
- Nicht finanziell von einem Mann abhängig sein müssen; kein Lohn und Lohndiskriminierung zu Karrierebeginn; Lohndiskriminierung im Umfeld als Ansporn
00:05:23 - 00:08:35
- Schlüsselerlebnisse: 1977 erster Prozess gegen Lohndiskriminierung; Annahme des GlG 1996
- Benachteiligung des Ehemannes Kurt Bigler: Herabstufung zu Hilfslehrer, Einfrieren der PK
- Unterstützung durch Freunde am Bundesgericht
00:08:36 - 00:12:42
- Dreckschleuderei Genfer Zeitung auf Kollegen und sie, Vorwurf des Linksextremismus und Bezeichnung als Heulsuse; von einer Klage abgesehen. Quelle: vermutlich ein "Kollege" aus der AHV-Kommission. Motiv: Neid
- Verflechtung von privatem und öffentlichem Engagement. In der Ehe: Gegenseitige Anteilnahme, Interesse und gemeinsames Tun.
00:12:42 - 00:21:24
- Motor für Handeln: starke Natur; Sehnsucht nach Gerechtigkeit; Wut über Ungerechtigkeit; Chancen packen; Bedeutung von Freundschaften und Freiheit, als Frau Entscheidungen treffen zu können.
- Mitverantwortung als ethische Grundlage.
- Verhältnis der Geschlechter: bis Studium unproblematisch; Wichtigtuerei einzelner Kommilitonen und arrogante Kollegen
00:21:25 - 00:28:43
- Als Frau am Bundesgericht
- Themen 20004: Kriege auf der Welt; mangelnde Mittel und Wille, Welthunger zu bekämpfen; Abschöpfung von Gewinn und trotzdem Arbeitslosigkeit; Umgang mit kultureller Diversität; Angst um Menschenrechte und falsch verstandene Toleranz.
- Bundesgerichtsentscheid zu Schwimmverbot für muslimisches Mädchen
- Maulkorb gegenüber Menschen aus anderen "Kulturen"
- Kein Fortschritt bei Lohnungleichheit; Backlash
00:28:44 - 00:41:45
Fragen aus dem Publikum zu: Fall am BG zu sexueller Belästigung eines Minderjährigen; BG als Spiegel gesellschaftlicher Tendenzen, wieder konservativer auch bei Lohngleichheit und formalistischer.
- Umgang mit Kritik aus der bürgerlichen Presse
- Längere Gültigkeit von bundesgerichtlichen Entscheiden für Rechtssicherheit
- Umgang mit Frustrationen und Stress am BG, Dampf ablassen, Entspannungsübungen
-Gegenwärtige Ausbildung von JuristInnen ihrer Meinung nach zu abstrakt