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Oral History-Interview: Elisabeth Fehr

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Dossier
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 1
Signatur AFGO.349_AV01
Entstehungszeitraum 16.06.2023
Provenienz Elisabeth Fehr, Interviewerin: Christina Nanz
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:04:36
- Kindheit in Bischofszell, gutbürgerliches Milieu, zwei ältere Brüder. Kindergarten und Schule
- 1957 - 1961 Evangelische Lehranstalt in Schiers; Begeisterung für die Berge, erste Wanderungen, zur Untermiete im Dorf
- Begeisterung für die Musik, Aufführungen mit dem Chor; Orgelspiel
00:04:37 - 00:09:30
- Orgeldienst in den schönen Prättigauer Dörfern, unterrichtet Sonntagsschule
- 1957 Tuberkulose. 14 Wochen Aufenthalt im Spital Schiers; Höhenkur in Samedan. Ein Jahr ohne Turnen und Singen.
- 1961 Lehrerinnenpatent. Erste Stelle als einzige Lehrerin in der Dorfschule. Aufdringlicher Kollege
00:09:31 - 00:14:51
- Probleme mit Disziplin, unglücklich und allein in einem Zimmer als Untermieterin
- Mangelhafte Ernährung. Lernt zwei Frauen kennen; eine wird eine gute Freundin. Familienanschluss
- Hemmungen, Beziehungen zu Männern zu knüpfen. Probleme werden in Familie nicht angesprochen.
00:14:52 - 00:19:47
- Bruder rät zu Psychoanalyse. Bleibt 8 Jahre dabei. Lehrerin in Märstetten 1961 - 1972
- Besuch von Gruppen zur Selbsterfahrung
- Gut in den Schulfächern, wiederholte Schwierigkeiten mit der Disziplin
- Schwierige Praktika und Militärstellvertretungen auf dem Land während der Ausbildung
00:19:48 - 00:24:40
- Zusätzlich Allgemeinbildender Unterricht an landwirtschaftlicher Fortbildungsschule.
- 1972 Ende der Tätigkeit als Lehrerin; Bildungsurlaub in England.
- Aufenthalt in Israel mit dem Christlichen Friedensdienst. Vorbereitungen dazu. Mehrere Monate im Kibbuz und regelmässiger Austausch mit PalästinenserInnen.
- Kontakt zu SozialarbeiterInnen
00:24:41 - 29:36
- Unvergessliche Reise in den Sinai; letzte Stellvertretung in Wittenbach
- Berufsabklärung im Institut für angewandte Psychologie Zürich, Weg zur Sozialarbeit
- Praktikum Sozialarbeit im Blindenheim St. Gallen
- Als Klassenälteste in der Schule für Sozialarbeit St. Gallen 1973 - 1976
Dossier
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 2
Signatur AFGO.349_AV02
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:04:18
- Selbsterfahrung, Jeux dramatiques
- Praktikum in Kinderbeobachtungsheim Langenbruck. Mittagsruhe der Kinder überwachen.
- Gespräch mit jugendlicher Heimbewohnerin zu Spitalaufenthalt
00:04:19 - 00:09:30
- Erste Stelle als Sozialarbeiterin bei Obvita St. Gallen. Beratung im Fürstentum Liechtenstein und St. Galler Oberland. Zusatzausbildung in "Orientierung und Mobilität". Begleitete Wochenenden und Ferien.
- Grenzwertige Psychokurse
- 50 Jahre alt 1991. Emanzipationsbewegung der Sehbehinderten mit eigenen Beratungsstellen. Blindenverband; Rolle der Begleiterinnen.
00:09:31 - 00:14:33
- Ferien mit Sehbehinderten
- Theologiekurs und Stellenwechsel als Sozialarbeiterin zur evangelischen Kirche Heiligkreuz (ca. 1992)
- Fühlt sich wohl bei der Kirche. Pfarrer Tapernoux. Kontakte zu Rumänien; Briefwechsel und Spenden von medizinischen Geräten
- Erste Reise nach Rumänien (ca. 1990)
00:14:34 - 00:20:27
- Zweite Reise nach Rumänien; unwohl in der Rolle als Eine, die aus einem reichen Land kommt; Aufenthalt bei altem Ehepaar
- Teilnahme einer rumänischen Ärztin an Kongress in der Schweiz; Unterschiede im Habitus, Kleidung etc.
- Erneute Reise nach Rumänien: Besuch der Klöster in Siebenbürgen. Wer darf was bezahlen?
00:20:28 - 00:25:30
- Dilemma, aus der reichen Schweiz zu kommen
- Anhaltende Kontakte zu Leuten aus Rumänien, gemeinsame Wanderungen
- Weitere Reise nach Rumänien, geführte Reise übers Land (ca. 1994)
- An jeder Stelle bleibt EF 14 Jahre; Tanzgruppen und Wanderferien mit Freundinnen(u.a. Irland, Island)
- Reisen als Erfahrungsgewinn; Jordanien; Türkei, mehrmals Syrien
00:25:31 - 00:29:50
- Keine Lust auf Pensionierung (2004)
- Pfr. Andreas Nufer in der "Halden" gründet das Solidaritätsnetz; Ablehnung des Angebots zur Mitarbeit
- 3 Projektbesuche in Brasilien; lernt Portugiesisch. Unterstützung von Lula und der Landlosenbewegung
- Besuch von brasilianischen Tanz- und Musikgruppen in St. Gallen. Auftritt in der Offenen Kirche
Serie
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 3
Signatur AFGO.349_AV03
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:06:39
- Überwindet inneren Widerstand gegen Arbeit mit Geflüchteten. Zusammenarbeit mit Marina Widmer
- Hürdenreiche Koordination des Mittagstisches im Solinetz/Solidaritätshaus bis 2021
- Viele bereichernde Kontakte mit Geflüchteten
- Vor Pensionierung Arbeit im Dritteweltladen (heute Claro); breites Beziehungsnetz
- Austausch in Gruppen, Biographiekurs
- Eigenes Häuschen mit Garten als Belastung; Altersbeschwerden
00:06:40 - 00:12:13
- Herzstolpern; Kusine unterstützt bei Evaluation von möglichen Altersheimen
- Erkenntnis: möglichst noch selbständig haushalten; Option Alterswohnung;
- Besuch von Bekannten in Alterswohnungen; Anmeldung Alterswohnung, möglichst ruhig gelegen.
Serie
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 4
Signatur AFGO.349_AV04
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:03:20
- Rolle der Kultur; Literatur, Musik, Kino und Theater als Bereicherung
- Präsidentin des Solinetzes; reger Kontakt mit Leiterin des KinoK: gratis Kinok-Billete für Geflüchtete
00:03:21 - 00:08:40
- Wohnsituation während Ausbildung zur Sozialarbeiterin; 26 Jahre in der gleichen Wohnung; erst WG mit guter Freundin, dann allein
- Wunsch nach eigenem Haus mit Garten
- Krebserkrankung (ca. 2004?) verunmöglicht Teilnahme an Weltsozialforum in Porto Alegre
- Wehmut bei Fahrt durchs Appenzellerland
00:08:41 - 00:15:48
- Wohnungs- oder Häuschensuche; Beziehungen helfen
- Lustiger Nachbar
- Häuschenkauf; Anmeldung bei betreutem Wohnen; Rollator und Stöcke; vermehrte Stürze
Serie
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 5
Signatur AFGO.349_AVO5
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:07:44
- Nachtrag zu Kindheit: zwei ältere Brüder, Leben mit der Natur
- Ermutigende Mutter, viel Freiheit, Baden und Schwimmen in den Flüssen Sitter und Thur; Skifahren vor Ort
- Medizinstudium des älteren Bruders; Liebe zu Wald und Wiesen bis heute
- Die Verwandten; Besuche und Ferien bei der Patin mit Konditorei in Degersheim
- Selten Ferien. Vaters Liebe zum Auto. Kurzausflüge
- Bildungsbürgertum; Vater im Männerchor und Lesezirkel. Haltung zu Konsum und Krankenkasse
00:07:45 - 00:12:43
- Engagement der Eltern für Kinder aus Kriegsländern Holland und Deutschland (ab 1947);
- Die kleine Rinette aus Holland; die Mutter lernt Holländisch; Besuch von Kindergarten
- Margritli aus Berlin nimmt ca. 2007 wieder Kontakt auf
- Unterschiedliche Brüder; Erlernen eines Musikinstrumentes
00:12:44 - 00:18:03
- Der jüngere Bruder spielt Fussball; keine Pfadi, samstags Mithilfe im Garten
- Haltung der Eltern zur Religion, Sonntagsschule
- Vater wenig präsent, im Nebenamt Schulpfleger
- Teilnahme im Bibellesebund, Lektüre der Heftchen und Kirchenbesuch
- Dancingbesuche des jüngeren Bruders;
00:18:04 - 00:23:11
- Vertrauensverhältnis Bruder/Schwester
- Missionierung und Indoktrinierung bei Teilnahme in grossem Bibellesebundlager bei Lausanne
- Entstehung von Freundschaften und Beginn langer Briefwechsel
- Teilnahme bei der "Jungen Kirche", Abgrenzung von Evangelikalen
00:23:12 - 00:29:50
- Haltung zu Religion; Als Sozialarbeiterin bei der Kirche; Kirche als Gemeinschaft
- Lektüre "Tagebuch der Menschheit"
- Warme Decken für Ungarnflüchtlinge 1956, Klassenkameradin aus Ungarn; Kalter Krieg: Angst vor den Russen
- Betreuung einer geflüchteten Familie aus Vietnam ( ca. 1977ff.)
Serie
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 6
Signatur AFGO.349_AV06
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:03:32
- Unterschiedlich gute Integrierte Integration der vietnamesischen Flüchtlingsfamilie in der Schweiz
- Arbeit beim Ostschweizer Blindenverein (OBV) 1976 - 1990
00:03:33 - 00:08:55
- Anhänglicher sehbehinderter Geflüchteter; Kontakt zu geflüchteter sehbehinderter Frau aus Vietnam
- Anfrage Andreas Nufer aus dem Solinetz; bereichernde Freundschaften aus allen Lebensphasen und Tätigkeitsbereichen
- Angst vor Demenz
00:08:56 - 00:13:36
- Schlafmangel und kognitive Aussetzer; keine Demenz
- Lebenslanges Engagement für Geflüchtete, Motivation der Eltern, Kriegskinder aufzunehmen
00:13:37 - 00:18:31
- Besuch bei staatenlose Verwandte aus Jugoslwawien im Flüchtlingslager Vöcklabruck
- Kriegsschäden in München
- Früh verwitweter Grossvater im prekären Haushalt
00:18:32 - 00:23:51
- Esssitten des Grossvaters; elitäre Haltung des Vaters, Familie in Deutschland und den Niederlanden
- Engagement im Solinetz: linke Grundhaltung, aber keine Aktivistin; mühsame Organisation des Mittagstisches; ein Teil der Geflüchteten will nicht mithelfen; Einführung von Essensbons
00:23:52 - 00:29:50
- Negative Haltung und fehlende Hilfsbereitschaft bei Algeriern am Mittagstisch;
- Ausraster eines psychisch kranken Geflüchteten; EF wird leicht verletzt. Schuld und Scham.
- Verbindung zu anderen sozialen Bewegungen: Kontakte zu Somalierinnen und via Solihaus zu Beratungsstellen für Frauen
Serie
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 7
Signatur AFGO.349_AV07
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:04:21
- Solihaus: Empowerment von Frauen, Reaktion von deren Männern
- Beratung zu Finanzierungen für Einzelpersonen; Kontakte zu "Solidarité sans frontières" und Flüchtlingshilfe
- Haltung gegenüber Islam und Feminismus; meist keine nähere Beziehung zu Männern
- Frage nach Bedeutung von Freundschaften
00:04:22 - 00:09:14
- Analyse und Selbsterfahrung in Gruppen mit Männern und Frauen; eine kurze Beziehung; Bedeutung von Freundinnen
- Alte Freundschaft; die wichtigste Kusine (Barbara)
- Früher Tod des älteren Bruders; Tod der Nichte; Tod des Neffen; zurückgezogen lebender jüngerer Bruder, auch Arzt; seltene, doch gute Familienkontakte
Serie
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 8
Signatur AFGO.349_AV08
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:05:46
Verlässliche Beziehungen zur Verwandtschaft; Beerdigung des Neffen, Grossnichte sucht Kinderarzt; Kontakt zur Nichte Karin; Treffen zu Weihnachten. Besuch der Grossnichten
- Unterschiede in Beziehungen zu Verwandtschaft und zu Freundinnen; Zugehörigkeit
00:05:47 - 00:11:13
- Differenzierungen bei Freundschaften: Herzensangelegenheit oder Gewohnheit?
- Zusammenstoss mit Pfarrerin
- Die schlimmste Geschichte 1: Missglückte Ferien mit einer Kollegin
00:11:14 - 00:16:32
- Der kranke Schwager der Kollegin. Selbstbeschreibung als rationaler Mensch.
- Die schlimmste Geschichte 2: Schwieriger Umgang beim Konflikt mit der Kollegin.
- Schwierigkeiten zu konfrontieren
00:16:33 - 00:21:09
- Unfalltod des Lieblingsneffen Christoph der Kollegin - Kontakt mit ihr an dessen Beerdigung
- Vermeiden von Konfrontationen
- Thema Reisen: Kibbuz
00:21:10 - 00:27:08
- Israelreise mit interessanten Menschen, Begegnungen mit PalästinenserInnen; Beziehungen fürs Leben.
- Reisen mit verschiedenen Freundinnen.
- Kompetente Bergkollegin Susanne für zahlreiche Wanderungen und Reise nach Rumänien.
- Krebserkrankung und Tod von Susanne
- Verschiedene Arten des Reisens. Erwähnung der Reise nach Jordanien
Serie
Interview mit Elisabeth Fehr, Teil 9
Signatur AFGO.349_AV09
Form und Inhalt 00:00:00 - 00:04:41
- Höhepunkt Jordanienreise mit Lorenz Becker und Christoph Schmid, Haldenkirche
- Drei Reisen in die Türkei; Bedeutung von Begegnungen vor Ort
- Reise nach Syrien kurz vor 2015; bewusstes Reisen
- Brasilienreisen wegen Partnerschaft; Gottesdienste nach brasilianischem Brauch
- Abschluss des Interviews