Die aufgelisteten Dossiers können vor Ort eingesehen werden. Bestellungen können im Voraus per E-Mail (Angabe der gewünschten Signaturen) oder vor Ort aufgegeben werden.
- Geburtsurkunde
- Trauerfeier
- Zeugnisse
- Korrespondenz
- Bilddokumente
- Arbeitsunterlagen
- Vorlesungsverzeichnis
- Ahnentafel und Geschichte der Familien Baer-Jacobi und Loeb-Grauer
- Testamente von Fritz Unger
- Unterlagen Restitution
- Emil Lämmle "das Elternheim"
- Reisebeschreibung von Fritz Unger 1942 an den Achensee
- Telegramme, Notizen, ärztlicher Bericht zu Fritz Unger, Gedicht zur Hochzeit von Marianne Degginger, Glückwünsche zur Konfirmation von Marianne Degginger, Briefteile, Brief von Fritz Unger an Doktor Ziegel, Verschiedenes
- Ausweise, Heiratsurkunde Marianne Unger und Ernst Degginger, Bestätigung Kirchenaustritt
- Ahnentafel Familie Unger, Korrespondenz betreffend Verwandschaftssuche, Ahnenpass Friedrich Unger
- Personalausweis Marianne Degginger, Menu Hochzeit Degginger-Unger, Personalausweis Friedrich Unger, Deutscher Personalausweis Friedrich Unger, Sammelmappe Lebensmittelkarten Doktor Unger
- Lebensdokumente von Hansmartin Unger (Bruder)
- Liste Verwandte/Freunde von Bertel Unger, geboren Fischer
- 1 Jahrzeits- und Trauer-Andachtsbuch und 1 Traueralbum
- Briefe Clara Baer und Heini Baer
- Unterlagen Rudolf Lewis Baer und Rudi Baer
- Mitgliederbuch VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), Gehaltsabrechnung Berta Becker, Messeausweis Leipziger Messe
- Israelitisches Wochenblatt 1948
- Artikel Mönchsdeggingen
- Kondolationen zum Tod von Max Degginger, Todesanzeigen, Geburtsschein, Konfirmation, Arbeitsvertrag, Zeugnisse
- Dienstbüchlein Max Degginger, Fotos, Ehrenurkunde II 1917
- Simon Degginger (Vater von Max Degginger): Ehrenurkunde
- Brief von Otto Leimer (Kriegskamerad von Ernst Degginger) an Lina Mayer (Schwester von Max und Ernst Degginger)
- Fotos von Simon, Ernst und Max Degginger
- Fotos: Max/ Thekla und Gretel Degginger, Ernst und Simon Degginger
- diverse Postkarten 1910 - 1976
- Briefe Verwandte, Freunde, Hausangestellte (Schneiderin)
- Kondolationen
- Bescheinigungen Johanna Pontow, Berta Unger
- Foto der Familie Fischer-Baer, Grossmutter von Marianne Degginger
- Fotos Bertel Fischer, Getrud Rothschild, Bertel Unger-Fischer mit David Berg, Felix Berg und Sohn David
- Fotos Doris Unger, Fritz Unger, Marianne Unger, Richard und Julia Unger, Bertel und Fritz Unger, Sophie Fischer
- Fotos von Marianne Unger und ihrer Familie
- Kinderportrait von Marianne Unger
- Fotos Theresienstadt
- Fotos zum 75. und 80. Geburtstag von Marianne Degginger
- 1932* in Berlin geboren, Kindheit in kinderfreundlicher Umgebung; Nazis ergreifen Macht, erste Kinder verschwinden.
00:04:27 - 00:10:00
- Umzug nach Kleinmachnow 1936, klettert auf Bäume. Geburt des Bruders (ca. 1937).
- Verbot, mit Kindern von Nazis zu spielen.
- Vater ist Bankbeamter, hat Sechstagewoche; Mutter Hausfrau. Spiele im Garten
00:10:00:01 - 00:15:20
- Kindergeburtstage; Schuleintritt 1938; Lehrerinnen waren keine Nazis; sehr guter Unterricht
- Kein Preis für den besten Aufsatz, weil "Mischling ersten Grades"
- Sehr enge Beziehung zu kleinem Bruder auch als Erwachsene, Rolle der älteren Schwester
00:15:21 - 00:19:47
- Kinderfreundliche Nachbarn mit Dackel als Kontrast zu sonstiger bedrückter Stimmung
- Ausschluss von Hochzeit in der Familie
- Lerneifer der damaligen Generation als Selbstverständlichkeit
- Kein Zutritt für halbjüdische Kinder an die Oberschule/Gymnasium
00:19:48 - 00:25:58
- Evakuierung 1943. Am neuen Ort (Eibenstock) meldet Mutter Papiere als vom Krieg zerstört
- Familie geht als "arisch" durch; furchtbare Ängste, dass es auffliegt.
- Kinder spüren, wem sie trauen können
- 1944/45? Rückkehr nach Kleinmachnow, da Eltern in Kriegswirren nicht an getrennten Orten leben wollten.
00:26:00 - 00:29:46
- Kriegsanspannung führt zu Durchfall; Mangelernährung; Bruder ist oft krank
- vier Monate Dauerbombardement
- Einmarsch der Russen, Aufnahme einer Flüchtlingsfamilie; Essen wird knapp, Junge bekommen mehr als Alte
- Nach Kriegsende Mai 1945 Umzug nach Ostberlin, Eltern finden Arbeit. Hamsterfahrten aufs Land
00:29:47 - 00:35:18
- Vater behält die Arbeit, obwohl mit Jüdin verheiratet
- 1945 Marianne wird vor vergewaltigenden russischen Soldaten versteckt. Schutz durch englische Flagge.
- Vater erklärt sexuelle Gewalt als Kriegswaffe
- Unterschlupf im Privatbunker der Nachbarn
00:35:19 - 00:39:43
- Schulbesuch in Westberlin ab ca. 1946; 1949 Gründung der DDR; Vater zieht nach Düsseldorf. Ca. 1950 Umzug der übrigen Familienmitglieder nach Westberlin für 9 Monate
- Repression der kommunistischen Regierung fördert Exodus Vieler nach Westberlin
- Umzug der Familie nach Düsseldorf;
00:39:44 - 00:42:03
- Zwei Semester Krankengymnastikschule in Berlin.
- Krankengymnastikschule in Düsseldorf
- Schwere Erkrankung als Folge des Krieges: Aussetzen der Ausbildung
00:00:00 - 00:08:25
- M. soll nicht allein in Berlin zurückbleiben
- Festanstellung für den Vater; Wiederaufbau dank Baukrediten
- Komplizierter und bürokratischer Umzug durch die DDR
- Ausbildungswechsel nach Freiburg i. Br.: Krankengymnastik mit Schwerpunkt innere Medizin 1952
- Bruder im Landschulheim
- Katholische Enge in Freiburg; Nichtwissen zu Nazigräueln
00:08:26 - 00:14:08
- Knappe Finanzen, Kaffeeschmuggel aus Basel, guter Abschluss 1953
- Erkrankung an Hepatitis, Spitalaufenthalt und Erholung, Rückfall; Lektüre
- Kein Geld für erneuten Erholungsaufenthalt; Angebot von entfernter Verwandter, nach St. Gallen zur Erholung zu kommen.
- Lernt Ehemann kennen. Dieser ist Jude und steht unter gesellschaftlichem Druck bald zu heiraten
- Erste Stelle in Pforzheim
00:14:09 - 00:19:49
- Stark zerbombtes Pforzheim, da Zentrum der Schmuckindustrie; Rolle der Schweiz im Umgang mit Nazis
- Zu wenig zu Essen, Patienten helfen; die Arbeit macht Freude
- Besuch des späteren Mannes; er übt Druck aus zu heiraten. Bezeichnung Monster
- Reflexion über Heiratsgründe und die Tatsache, öfter nicht genau hingeguckt zu haben.
- Vater zieht Erkundigungen über zukünftigen Mann ein und ist gegen Hochzeit.
- Trotzdem Heirat 1955
00:19:50 - 0024:24
- 1952-55 Arbeit in Pforzheim. gute Chefin, die viel Freiheit lässt.
- Heirat in Düsseldorf auf dem Konsulat. Mann will keine jüdische Hochzeit, obwohl von seiner Mutter unter Druck.
- M. muss bei Mann in Geschäft arbeiten, kann nicht in eigenem Beruf arbeiten
- Mühe damit, tagelang allein zuhause zu sein. Vermisst gastfreundliches, offenes Haus.
- Bis 1975 schlimm, Mann ganze Woche abwesend
- 1957 Geburt der ältesten Tochter
00:24:25 - 00:28:26
- Verunglückte Schwangerschaften; eigene Bedürfnisse hintan stellen; Umzug der Eltern nach St. Gallen (60er-Jahre?)
- Mitarbeit im Geschäft des Mannes, v.a. Geschäftskorrespondenz und Personalführung
00:28:27 - 00:34:21
- Anstellung von ungeschulten weiblichen Arbeitskräften aus Südeuropa; Gründung einer Nähschule unter kompetenter Leitung; Hierarchien und Mobbing in der Näherei; Personalknappheit
00:34:22 - 00:38:04
- Ca. 1965 Kauf eines Arbeiterinnen-Wohnhauses am Fläschnerweg in St. Gallen; Wohnraum für ca. 12 Arbeiterinnen, v.a. Italienerinnen und Portugiesisinnen. Näherei an der Taubenstrasse in St. Gallen.
- Auch viele Schweizerinnen; Herstellung von Schürzen und Kleidern; Nachtwäsche
- Grosse Konkurrenz
00:38:05 - 00:42:56
- Schlechte Wahl bei Anstellung eines Aussendienstmitarbeiters; Ehemann lehnt super-Bewerber ab, verschliesst sich Wandel wie viele andere in der Branche
- MD lässt sich 1976 nach 21 Jahren scheiden.